Facebook erstmals zu Schadensersatz verurteilt

By | 28. Mai 2018

Wir haben Facebook schon wieder erwischt – und zwar eiskalt. Das Amtsgericht Schöneberg (Berlin) hat in einem Versäumnisurteil vom 22.05.2018 Facebook nicht nur zur Wiederherstellung eines zu Unrecht gelöschten Beitrages verurteilt, sondern auch zu insgesamt 1.500,- € Schadensersatz für die unberechtigte Sperre.

Was war passiert?

Ein Facebook-Nutzer war für einen Beitrag gesperrt worden, der angeblich rechtswidrig war. Nur: Welcher Beitrag das sein sollte, verriet Facebook auch auf Nachfrage nicht

Grund genug für das Gericht, unserem Mandanten alle gewünschten Ansprüche zuzuerkennen, darunter auch ein beträchtliches Schmerzensgeld für die rechtswidrige Sperre.

Auch wenn es sich um ein Versäumnisurteil handelt, ist das bemerkenswert – denn auch dann muss ein Gericht die klägerischen Ansprüche sorgfältig prüfen und darf nur das zusprechen, was auch nach Überzeugung des Gerichts dem Kläger gebührt.

Opfern unberechtigter Sperren bei Facebook kann also geholfen werden!

3 thoughts on “Facebook erstmals zu Schadensersatz verurteilt

  1. Irmgard Loitzl

    Bravo,da kann man echt gratulieren.
    Bin auch schon wieder 30 Tage gesperrt,es ist anmaßend von Facebook,das sie ein massregeln
    und erziehen wollen,und ein quasi mundtot machen!
    Bis heute habe ich nicht den Grund erfahren, warum
    ich gesperrt bin,wieder einmal!!!
    Darum ist dagegen anzukämpfen,wenn man finanziell dazu in der Lage ist, leider kann ich mit keinen Rechtsschutz leisten.
    Aber weiter so,kämpft um die freie Meinung,und um den Rest Demokratie, bevor es hier gänzlich zur Diktatur wird,hier in Germany!!!

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  2. Renata Dratwa

    Das ist ja Hammer!! Ah ja für meine 16 male Sperrung hoffe ich, dass diese Zensurverein blechen wird.
    Ich gratuliere Ihnen Herr Dr. Stahl 👍🏻👍🏻👍🏻

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  3. Jutta Beier

    Wenn die Rechtsschutzversicherung zahlt wäre es , eine Überlegung wert . Aber das es soweit gekommen ist , hat mit Demokratie nicht zu tun . Da denke ich an China oder Nordkorea .

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