Fake-Profile in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter & Co.

Soziale Netzwerke wie Facebook & Co. haben zunehmend mit sog. Fake-Profilen zu kämpfen.

Am Beispiel Facebook verdeutlicht, betrug 2016 die Zahl der Fake-Profile 1% der weltweit aktiven Nutzer, was ca, 18.6 Millionen Profile waren. 2017 stieg diese Zahl sprunghaft auf 3-4% der aktiven Nutzer an, wobei dies 64-85 Millionen Fake-Profile ausmachte. Alleine im ersten Quartal 2018 löschte Facebook dann selbstständig 538 Millionen Fake-Profile weltweit, d.h. ohne dass diese gemeldet werden mussten, rausgefiltert alleine durch einen bestimmten Algorithmus. Die Dunkelziffer der nicht automatisch gefundenen Profile ist unbekannt.

Facebook unterteilt dabei Fake-Profile in zwei Kategorien:

  1. User-misclassified Accounts: Hierunter sind doppelte Profile von Usern, die neben ihrem privaten Account auch z.B. einen für ihr Haustier angelegt haben, zu verstehen. Aber auch Unternehmensprofile können damit gemeint sein, sofern diese nicht als Seite, sondern als Profil angelegt sind.
  1. Undesireable Accounts: Diese Profile werden tatsächlich als unerwünscht eingestuft, da sie allein dem Zweck dienen Spam zu verbreiten oder zu trollen.

Insbesondere die zweite Kategorie führt zu Rechtsverletzungen Dritter, die sich hiergegen jedoch zur Wehr setzen können. Im Rahmen dessen kommt es nämlich immer häufiger vor, dass bekannte oder unbekannte Personen, fremde personenbezogene Daten wie den Name, Adressdaten oder auch Bilder für sog. Fake-Profile verwenden und so vortäuschen ein anderer zu sein. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Gründen, wobei einer davon Cyber-Mobbing ist, d.h. eine Verleumdung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Unternehmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel.

Bei der Erstellung eines solchen Fake-Profils handelt es sich klar um eine Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts, und, je nachdem welche Daten verwendet werden, u.a. um eine solche des Rechts am eigenen Namen sowie des Rechts am eigenen Bild. Mit der Nutzung dieses Profils können jedoch auch strafbare Handlungen wie Betrug, Beleidigungen und Verleumdungen mit einhergehen.

Betroffenen stehen in diesen Fällen umfassende Beseitigungsansprüche, Unterlassungsansprüche und u.u. sogar Schadensersatzansprüche zu.

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