Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet

Die scheinbare Anonymität im Internet bringt offenbar viele Menschen dazu, im Netz jegliche Hemmschwellen fallen zu lassen. Beleidigungen, Üble Nachrede und Verbreitung von vertraulichen Informationen sind in den sozialen Netzwerken und Diskussionsforen leider an der Tagesordnung. Derartige Verhaltensweisen stellen jedoch nicht nur Straftaten, sondern auch Persönlichkeitsrechts-verletzungen dar, die u.a. Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz auslösen.

Viele Menschen vergessen offenbar trotzdem, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Eine Beleidigung bleibt eine Beleidung – egal ob diese im Netz oder in der realen Welt geäußert wird.

Im Vergleich zur realen Welt sind die Folgen solcher Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet meistens schwerwiegender. Während eine einmal geäußerte Beleidigung schnell wieder vergessen wird, sind solche Beschimpfungen oder falsche Behauptungen im Internet oft jahrelang auffindbar und können von beliebig vielen Menschen aufgerufen werden.

Eine Strafanzeige reicht häufig nicht aus…

Als Betroffener sollten Sie sich deshalb gegen derartige Angriffe schnell und effektiv zur Wehr setzen. Allerdings reicht eine Strafanzeige hierfür häufig nicht aus. Hiermit können Sie nämlich nicht sicherstellen, dass rechtswidrige Beiträge dauerhaft gelöscht und entfernt werden und nicht mehr auffindbar sind. Außerdem sind die strafrechtlichen Konsequenzen für den Schädiger häufig überschaubar und daher nur begrenzt zur Abschreckung geeignet.

Gehen Sie direkt gegen die Schädiger vor…

Als Opfer einer Persönlichkeitsrechtsverletzung stehen Ihnen umfangreiche zivilrechtliche Ansprüche zu, die Sie durchsetzen sollten. Sie können vom Urheber rechtsverletzender Postings Beseitigung der entsprechenden Beiträge sowie die Unterlassung der weiteren Verbreitung verlangen. In vielen Fällen ist auch ein Vorgehen gegen den Betreiber des sozialen Netzwerkes oder Internetforums, auf dem die Äußerung getätigt wurde, geboten.

Sich zu wehren lohnt sich!

Oft kann es sich auch finanziell für Sie lohnen, wenn Sie sich gegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Netz zur Wehr setzen. Je nach den Umständen des Falles können Sie vom Schädiger ein Schmerzensgeld von mehreren hundert, in schweren Fällen von mehreren tausend Euro verlangen. Unter bestimmten Umständen können auch die Betreiber des sozialen Netzwerkes bzw. des Internetforums, auf dem der Beitrag veröffentlicht wurde, auf Schmerzensgeld in Anspruch genommen werden.

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